Das Oderbruch, ein Niederungsgebiet entlang der Oder im Land Brandenburg, ist spätestens seit dem Oder-Hochwasser im Jahr 1997 in Deutschland besser bekannt. Das Oderbruch wird jedoch nicht nur durch Hochwässer der Oder selbst, sondern auch durch Hochwässer, die durch Starkniederschlagsereignisse im Einzugsgebiet selbst entstehen, bedroht.
So kam es im Jahr 2007 und Frühjahr 2008 bedingt durch mehrere Starkniederschlagsereignisse verstärkt zu Schäden durch Überflutungen und Vernässungen. Bei einer aus diesem Anlass im Februar 2008 durchgeführten Gewässerschau wurde als voraussichtlich maßgebliche Ursache hierfür der Gewässerzustand vermutet.
Die DHI-WASY GmbH wurde daher vom MLUV Brandenburg beauftragt, eine Untersuchung zur Leistungsfähigkeit der Gewässer I. Ordnung im Oderbruch sowie des unteren Muckers durchzuführen. Für die Untersuchungen wurde ein verzweigtes 1D-Gerinnemodell mittels MIKE11® (DHI) für die Gewässer I. Ordnung einschl. des unteren Muckers im Oderbruch mit ca. 158 km Länge und 2.153 Gerinneprofilen und 109 Bauwerken aufgebaut. Die Kalibrierung des Modells erfolgte anhand von jeweils drei beobachteten Ereignissen (Mittelwasser, Hochwasser und Bordvoll) „mit Kraut“ und „ohne Kraut“ aus dem Zeitraum Januar 2006 bis Mai 2008.
In weiteren Simulationen wurden der Einfluss der Entkrautung und Entschlammung sowie die Bewirtschaftung ausgewählter Wehre und Schöpfwerke auf die Wasserstandsentwicklung näher analysiert. Wesentliche Ergebnisse der Studie sind:
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Das für verschiedene Gewässerzustände kalibrierte Modell selbst
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Die Festlegung der Leistungsfähigkeit der Gewässer in Abhängigkeit vom Gewässerzustand
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Die Ableitung von Handlungsschwerpunkten zum Hochwasserschutz
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Die Analyse des Einflusses der Verkrautung auf den Wasserstand
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Die Analyse des Einflusses von Entschlammungen der Gerinne auf den Wasserstand