Die für die Untersuchung technischer Fragestellungen wie der Feststellung der Designparameter oder für die Kolkschutz-Bemessung unerlässlichen und damit bereits aufgebauten hydraulischen Modelle für zum Beispiel Strömung oder Sedimenttransport können als Grundlage für feinskalige benthische und pelagische Habitatmodelle dienen.
Die Verwendung eines derartigen Ökosystemmodells ermöglicht die Darstellung der benthischen und pelagischen Habitatstrukturen, die das Ökosystem kontrollieren. Somit kann das Monitoring optimiert werden, da kritische Zeitpunkte sowie Lokationen hoher ökologischer Vulnerabilität im Modell ermittelt werden, so dass gezielte Beprobungen durchgeführt werden können. Zudem kann die Definition geeigneter Untersuchungs- und Referenzgebiete auf Basis des kalibrierten hydraulischen Ökosystemmodells, welches die physikalischen und biologischen Bedingungen am Meeresgrund und in der Wassersäule im Windparkgebiet bestimmt, durchgeführt werden. Dieses erlaubt es weiterhin abzuschätzen, ob die beobachteten Veränderungen der natürlichen Variabilität des lokalen Ökosystems zuzuordnen sind oder durch z. B. den Windpark und dessen Betrieb verursacht wurden.